MICHAEL EBERT
MICHAEL EBERT

Lumix-Festival für jungen Bildjournalismus in Hannover

Dr.-Erich-Salomon-Preis 2016 geht an Rolf Nobel

Dr.-Erich-Salomon-Preis 2016 in Hannover
Im Rahmen des Lumis-Festivals für jungen Bildjournalismus überreicht Dietmar Schädel (links), Vorsitzender der DGPh, Prof. Rolf Nobel die Urkunde für den Dr.-Erich-Salomon-Preis 2016. Von Karin Rehn-Kaufmann kam der andere teil des Preises, eine wertvolle Leica M-Kamera mit Gravur.
v.l.n.r. Ditmar Schädel (Vorsitzender der DGPh), Karin Rehn-Kaufmann (Leica Camera AG), Michael Ebert, Prof. Rolf Nobel, Elke Nobel
Foto: Stefanie Silber

 „Nachrichten klassisch und multimedial“

neuer Band  in der "gelben" Reihe

In Kürze erscheint ein neuer Band in der Reihe "Journalistische Praxis", auch bekannt als "gelbe" Reihe. „Nachrichten klassisch und multimedial“, herausgegeben von Dietz Schwiesau und Josef Ohler. Dieses Buch lehrt alle Grundlagen des Nachrichtenmachens: Auswahl, Aufbau, Sprache, Objektivität, Recht und Recherche. Außerdem vermittelt es die Besonderheiten der Nachricht in allen Medien: Zeitung, Nachrichtenagentur, Radio, Fernsehen und Internet. Denn mit dem Medienwandel verändern sich auch die Nachricht und die Arbeit mit Nachrichten grundlegend. Wer heute und in Zukunft Nachrichten macht, muss wissen, was die Nachricht in den einzelnen Medien auszeichnet. Michael Ebert verfasste für das Buch Kapitel 10 unter dem Titel „Das Nachrichtenfoto“. Hier wird der Umgang mit aktuellen Fotos in der Presse praxisnah und anschaulich vermittelt. Zahlreich Bildbeispiele sollen nicht nur journalistische Einsteiger bei der Arbeit mit Fotos unterstützen. Hier geht es zur Website des Buches:http://www.gelbe-reihe.de/nachricht/online-plus/foto/

Warum Bilder anrühren und die Politik beeinflussen...

...fragte Gregor Mayntz von der Rheinischen Post Berlin Michael Ebert. Die Antworten konnte man in der Weihnachtsausgabe der großen Deutschen Regionalzeitung oder hier, im Internet lesen: Zum Artikel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Foto dreijährigen Aylan am Strand von Bodrum ging Anfang September um die Welt und beeinflusste auch die Politik spürbar.

In dem gerade erschienenen Band "Vorbilder -Ikonen der Kulturgeschichte" schreibt Michael Ebert über eine Foto-Ikone

One for all Time - Raising the Flag

Für das gerade erschiene Buch „Vorbilder – Ikonen der Kulturgeschichte“ von Sandra Abend und Hans Körner lieferte Michael Ebert den umfangreichsten Beitrag. Auf 28 Seiten beschreibt er die Geschichte eines der berühmtesten Fotos überhaupt: "Raising the Flag" von Joe Rosenthal. Dabei räumt er nicht nur mit der Mär vom arrangierten Foto auf, sondern beschreibt auch ausführlich die umfangreiche Wirkungsgeschichte des Motivs, das als Vorbild für das größte Bronzedenkmal der Welt diente. Über 30, teilweise völlig unbekannte Fotos visualisieren die spannenden Hintergrunde eines der meistzitiertesten Bilder überhaupt. Als Quelle dienten auch zahlreiche Originalveröffentlichungen.

Michael Eberts Beitrag befindet sich dabei in allerbester Gesellschaft. Für „Vorbilder“ schrieben unter anderem Sandra Abend, Hans Körner, Horst Bredekamp, Ekkehard Mai, Wolfgang Ullrich und Klaus Honnef. Die exquisite Gestaltung übernahm Lilia Schröder. Bestellen kann man das im Morisl-Verlag München. Bestellen kann man das Buch hier

Nun ist das Buch von Lars Bauerschmitt und Michael Ebert erschienen:

Handbuch des Fotojournalismus

Nach einem Abriss der Geschichte des Fotojournalismus beschreiben die Autoren den Wandel des Mediums aufgrund von Digitalisierung und Internet und dessen Auswirkung auf die Arbeitsbedingungen. Daneben werden auch die klassischen Stilmittel wie Foto-Essay oder Reportage dargestellt. Bei den Kapiteln zu Anwendungsgebieten wie Politik, Sport, Society, Lokales oder Wissen kommen zahlreiche Fotojournalisten und Medienvertreter in Interviews zu Wort. Technische Kapitel zu Kameratypen und Zubehör, zur digitalen Dunkelkammer sowie zu modernen Kommunikations- und Präsentationstechniken machen den zusätzlichen praktischen Nutzen aus. Bestellen kann man das Buch hier. Die Verlagsinfomation ist hier zu finden.

Auch in der ProfiFoto hat einen umfangreichen Bericht über die Vietnamreise der ehemaligen Kriegsberichterstatter veröffentlicht

"To absent Friends!"

Über vier Seiten veröffentlicht die Septemberausgabe des Magazin ProfiFoto den Erlebnisbericht von Michael Ebert

Vor 40 Jahren endete der Vietnamkrieg. Rheinische Post und Westdeutsche Zeitung berichten über Eberts Reise nach Vietnam

„Auf Kriegsspuren in Vietnam"

2015 jährt sich das Ende des Vietnamkrieges zum 40. Mal. Ein Krieg, in dem innerhalb von kaum 10 Jahren einige der wirkungsmächtigsten Bilder des 20. Jahrhunderts entstanden. Die Erschießung eines Vietcongs von Eddie Adams, das Napalm-Mädchen von Nick Ut oder die Selbstverbrennung eines buddhistischen Mönches von Malcolm Browne sind Bilder, die unsere Sicht auf den Vietnamkrieg, ja auf alle Kriege von Grund auf veränderten.

Anlässlich der Feierlichkeiten zur Eroberung Saigons im April 2015 lud die vietnamesische Regierung nun eine Handvoll ehemaliger Kriegskorrespondenten ein. Unter ihnen einige der einflussreichsten Fotografen der Vietnamära wie Tim Page, Nick Ut und Al Rockoff fanden ihren Weg in ein Land, das immer noch seine blutige Geschichte verarbeitet, aber auch optimistisch in die Zukunft blickt.

Begleitet wurden die Reporter von dem Hochschuldozenten Michael Ebert, der in Hannover und Magdeburg Bildjournalismus lehrt und dessen Spezialgebiet der Fotojournalismus im Vietnamkrieg ist. Darüber hinaus hat Ebert eine ganz besondere Beziehung dem Thema, schließlich hat er 2012 den Nachlass des berühmten Vietnam-Fotografen und zweifachen Pulitzerpreisträgers Horst Faas an die Hochschule Magdeburg geholt. Gemeinsam mit den Veteranen begab Ebert sich auch auf die Spurensuche nach den legendärer Bildikonen aus dieser Zeit. Zum Artikel der WZ geht es hier. Was die RP schreibt, kann man dort lesen. In der September-Ausgabe der ProfiFoto folgt ein weiterer, umfangreicher Bericht.

Im Kriegsmuseum von Saigon: Michael Ebert, Nick Ut, Doan Cong Tinh, Tim Page und Al Rockoff (v.l.n.r.)

Die Rheinische Post interviewte Michael Ebert zur "Stinkefingeraffäre" des griechischen Finanzministers Varoufakis

Foto-Fälschungen werden schnell zum Bumerang

Der Dozent für Fotojournalismus Michael Ebert, der in Hannover und Magdeburg über "Macht und Manipulation" lehrt, betrachtet das digitale Zeitalter dennoch nicht als besonders anfällig für Fälschungen. "Die Geschichte des Fakes ist so alt wie die Geschichte der Fotografie", sagt Ebert. Seinen Studenten rate er, die "Finger von den Bildern zu lassen". Fälschungen würden von der Internet-Gemeinde schnell enttarnt. Zum ganzen Text geht es hier.

Stereofotografie als frühes Nachrichtenmedium Vortrag von Michael Ebert im Wilhelm-Fabry-Museum Hilden

„Zum Greifen nah"

Für die Menschen des 19. Jahrhunderts war die Stereofotografie nicht nur unterhaltsamer Zeitvertreib, sondern auch ein frühes Medium der Nachrichtenkommunikation. Fotos konnten damals noch nicht gedruckt werden und darum war die Verbreitung von originalen Fotoabzügen, besonders als Stereobilder, die einzige Möglichkeit den Menschen authentische Bildinformationen zu erschließen. 

 Von zahlreichen weltgeschichtlichen Ereignissen gab es Stereobildserien, die in hoher Auflage hergestellt wurden. Ob vom Hurrikan in Galveston oder dem Erdbeben von San Francisco, ob von der Weltausstellung oder dem Aufbau der Freiheitsstatue, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde alles dreidimensional festgehalten und dokumentiert. So war der amerikanische Bürgerkrieg (1861-1865) nicht nur das erste fotografisch umfassend dokumentierte Großereignis, es war auch das erste in 3D. Michael Ebert spannt in seinem umfangreich und hochwertig bebilderten Vortrag den Bogen der erzählenden Stereofotografie von ihrer Erfindung im Jahr 1847 bis zum Ersten Weltkrieg.

 

Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 2,50 €

19.02.2015 | 19.30 - 21.00 Uhr

Wilhelm-Fabry-Museum

Benrather Strasse 32a

40721 Hilden

Anfahrt

 

AUSSTELLUNG IN DER GAF FOTOGALERIE VOM 12. FEBRUAR - 12. APRIL 2015

Anja Niedringhaus Ausstellung in Hannover

Am 4. April 2014 ist die deutsche Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus bei einem Attentat auf sie und ihre Kollegin Kathy Gannon in Afghanistan ums Leben gekommen. Es waren vor allem die Bilder aus den Krisengebieten wie Kosovo, Kroatien, Serbien, Bosnien, Irak, Afghanistan, Kuwait, Libyen und Israel, die sie berühmt gemacht haben. Dabei ging es ihr nie um die reine Kriegsillustration. Vielmehr standen vor allem die Opfer der Kriege im Fokus ihrer Bilder. Die Verletzten, die Geschundenen, die Trauernden, die Hinterbliebenen. Aber auch den Soldaten, in denen sie ebenfalls Opfer der Kriege sah, begegnete sie mit humanistischem Respekt. Selbst in den schwierigsten und gefährlichsten Situationen war Anja Niedringhaus auf der Suche nach dem Menschlichen, getrieben von dem Glauben an den Sinn ihrer Arbeit. Die Bilder, die dabei entstanden, unterscheiden sich von vielen anderen Kriegsbildern. Sie sind ehrlich und gerade. Auf jede Form fotografischer Effekthascherei hat sie in ihrer Fotografie verzichtet, simplifizierende Bilder vermieden.

Die Ausstellung ist mit Unterstützung der Associated Press und Michael Ebert entstanden.

Gedenkausstellung für Anja Niedringhaus auf der Photokina 2014. Michael Ebert hatte die Idee und unterstützte die Leica Camera AG bei der Realisierung.

Warum zur photokina 2014 nach Köln fahren? Zu diesem Thema befragte das Magazin ProfiFoto im neuen Heft auch Michael Ebert

IMPULSGEBER photokina 2014

Inmitten der Absatzflaute hofft die Branche auf die photokina als Impulsgeber. Und das nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch im Bezug auf innovative Fotoprodukte und neue Technologien. Zuviel verlangt für eine Messe? Wie sehen die Experten das Potential der Messe, was planen die Hersteller und warum sich ein Messebesuch lohnt oder eben nicht lohnt. 

Nachzulesen hier:

Die Geschichte der Leica im Buch

Augen Auf! 100 Jahre Leica

Unter dem Titel "Augen auf! 100 Jahre Leica" erscheint Anfang Oktober im Kehrer Verlag ein opulenter Bildband. Herausgeber Michael Koetzle erzählt auf rund 500 Seiten die Geschichte der berühmten Kamera. Essays internationaler Autoren beschäftigen sich unter anderem mit der technischen Genese der Leica, ihrem Einfluss auf den modernen Bildjournalismus und nicht zuletzt ihrer Bedeutung für verschiedenste Strömungen innerhalb der foto-grafischen Avantgarde. Michael Ebert befasst sich in seinem Beitrag mit dem Fotojournalismus von 1945 bis 1972, dem zweiten golden Zeitalter des Mediums. Das Buch begleitet die gleichnamige Ausstellung, die ab dem 24. Oktober in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen sein wird. Weitere Stationen sind das Fotografie Forum Frankfurt, C/O Berlin, WestLicht Wien und die Versicherungskammer Bayern, München.

Aus dem Verlagsprospekt

4.  LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus

"Ab drei Mal ist es Tradition"

Katalog des 4. Lumix Festivals

Am vergangenen Sonntag endete das 4. Lumixfestival für jungen Foto-journalismus in Hannover. Zu sehen waren 60 Reportagen von herausragenden internationalen Nachwuchsfotografen. Mehr als 35 000 Gäste haben das fünftägige Fotografie-Festival Lumix auf dem Expo-Gelände in Hannover besucht. Michael Ebert durfte das Vorwort für den wunderbaren Katalog schreiben.


 

Mehr lesen

Leica Opening Festakt Wetzlar

Sandra Abend, Nick Ut, Michael Ebert on the Leica Opening Festakt Red Carpet

Interdisziplinäre Tagung in Düsseldorf

"Vor-Bilder"

08. Mai bis 10. Mai 2014 auf Schloss Benrath, Düsseldorf-Benrath. Unter anderem mit Vorträgen von Klaus Honnef, Wolfgang Ullrich, Michael Ebert und Horst Bredekamp.
Bilder sind omnipräsent. Sie strukturieren unsere Wahrnehmung, beeinflussen unser Kaufverhalten, unsere politische Parteinahme, unser Selbstverständnis. Bilder, insbesondere Bilder mit hohem Überredungspotential, sind allerdings in aller Regel ihrerseits abhängig von anderen Bildern, borgen vom Vorbild die Einprägsamkeit, die Glaubwürdigkeit. Andererseits kann sich das Verhältnis von Vorbild und Nachbild als Konkurrenzverhältnis darstellen, mit dem möglichen Ergebnis, dass das Nachbild das Vorbild verschattet. In jedem Fall ist Bildgeschichte immer auch die Geschichte der Auseinandersetzung von Nach-Bildern mit Vor-Bildern.
Was macht Bilder zu Vorbildern und was machen Nachbilder mit ihren Vorbildern? Mit diesen Fragen eröffnet sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten, wie sich Bilder zu Bildern verhalten können. Michael Ebert wird sich in seinem Vortrag  “Here's one for all times!” mit dem berühmten Foto "Raising the flag" von Joe Rosenthal beschäftigen



Weitere Informationen kann man dem Tagungsflyer zu entnehmen.

Neue Auflage des Kinderfotobuchs von Sandra Abend und Michael Ebert

Fotografieren für Kinder

Das Fotografieren ist mit modernen Digitalkameras so einfach wie nie zuvor. Direkt nach der Aufnahme kann man die Bilder auf dem Kameramonitor betrachten, zum Computer übertragen, per E-Mail an Freunde verschicken oder ausdrucken. 

Auch Kinder fotografieren mit wachsender Begeisterung. Damit sie noch mehr Spaß am Fotografieren bekommen, haben die Autoren das nötige Wissen über Kameras und viele Ideen für schöne Motive zusammengestellt. Dabei geben sie auch eine Menge Tipps, wie man Fotos originell und spannend gestaltet. Im Vordergrund steht dabei die Lust am Fotografieren und an schönen Fotos. 

Für die zweite Auflage wurden viele Kapitel erweitert, aber auch neue Themen ins Buch aufgenommen. 

Aus dem Inhalt: 

- Was man über Kameras und Fotos wissen muss 
- Mit dem Zoom einen Bildausschnitt wählen 
- Motive in Bewegung fotografieren 
- Blitzen, aber richtig 
- Kleine Dinge ganz groß 
- Tiere zu Hause, im Freien und im Zoo - Fotos im Wasser 
- Sich selbst und andere in Verkleidung fotografieren 
- Im Urlaub fotografieren 
- Meine Stadt 
- Action auf der Geburtstagsparty 
- Bilder kreativ bearbeiten 
- Meine Fotos im Internet

Nun ist die 2., stark erweiterte Auflage unseres Kinderfotobuchs erschienen.

Zur Situation im Bildjournalismus interviewte die Zeitschrift digit! Lutz Fischmann und Michael Ebert

Quo Vadis, Bildjournalismus?

Direkt zum Artikel

Zum tragischen Tod von Anja Niedringhaus hat Michael Ebert für die DGPh einen Nachruf verfasst

Anja Niedringhaus in Afghanistan getötet

Foto: PETER DEJONG/AP

Wir trauern um Anja Niedringhaus (DGPh), die am 4. April 2014 in Banda Khel, Afghanistan, Opfer eines feigen und hinterhältigen Mordanschlags wurde. Mehr als 20 Jahre berichtete sie mit der Kamera aus den Krisenregionen der Welt. Anja Niedringhaus war zusammen mit Ihrer kanadischen AP-Kollegin und Freundin Kathy Gannon in der östlichen Provinz Chost unterwegs, um über die Präsidentschaftswahl am vergangenen Samstag zu berichten. An einem Kontrollpunkt wurde sie von einem 25jährigen Polizisten erschossen, ihre Kollegin schwer verletzt.

Die 1965 geborene Anja Niedringhaus gehörte zu der überschaubaren Zahl deutscher Photographen, die es zu internationaler Anerkennung gebracht haben. Sie begann ihre Karriere im Alter von 16 Jahren als freie Photographin für eine Lokalzeitung in ihrer Heimatstadt in Höxter. Nach dem Abitur studierte sie in Göttingen deutsche Literatur, Philosophie und Publizistik. 1990 trat sie in den Stab der European Press Photo Agency (EPA), ein wurde Chefphotographin und dokumentierte die brutalen Konflikte in Exjugoslawien. 2001 wurde Anja Niedringhaus in die Deutsche Gesellschaft für Photographie berufen. 2002 wechselte sie zur Nachrichtenagentur Associated Press (AP). In den folgenden Jahren berichtete Niedringhaus aus den Konfliktgebieten Israel, Palästina, Irak, Afghanistan und Pakistan. Außerdem photographierte sie zahlreiche bedeutende Sportereignisse darunter neun Olympiaden. 2005 wurde sie für ihre dramatischen Bilder aus dem Irak-Krieg mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Anja Niedringhaus sah sich nie als typische Kriegsphotographin. Für sie stand das Schicksal der Menschen, das individuelle Leid im Vordergrund. Mit berührenden Photographien, die oft unter die Haut gingen, in denen aber auch Hoffnung und die Liebe zum Menschen immer spürbar sind, zeigte sie uns die grausame Realität heutiger Kriege. Dabei sah sie die Rolle der Medien durchaus nicht unkritisch und war froh mit AP einen Arbeitgeber gefunden zu haben, bei dem journalistische Ethik immer noch einen hohen Stellenwert genießt.

Wer Anja Niedringhaus kannte, der erinnert sich als erstes an ihre Fröhlichkeit, ihr unwiderstehliches Lachen und ihre Liebe zum Leben. Anja Niedringhaus ist das 32. Redaktionsmitglied, das seit der Gründung der Nachrichtenagentur im Jahr 1846 im Einsatz ums Leben kam.

Anja Niedringhaus war mutig, aber nicht übermütig. Wie alle verantwortungsvollen Korrespondenten versuchte sie das Risiko, dessen sie sich immer bewusst war, zu kalkulieren. Gleichwohl wurde sie 2010 in Afghanistan durch Granatsplitter verletzt. "Das passiert. Wenn man sich jahrelang in diesen Gebieten bewegt, muss man damit rechnen", kommentierte sie das später in einem Interview des Deutschlandradios Kultur. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt. Dazu gehören “Pictures of the Year International”, Clarion Awards, die “Goldene Feder” und der ‘Abisag Tüllmann’ Preis für Reportage-Fotografie. Ihre Arbeiten wurden in vielen renommierten Häusern ausgestellt, so dem Museum für Moderne Kunst in Frankfurt, der C/O Galerie in Berlin und dem Museum of Fine Arts in Houston. Sie hat zwei Bücher veröffentlicht: 2001 "Fotografien" und im Jahr 2011 "At War".

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte Anja Niedringhaus und alle Kriegsberichterstatter in einer Erklärung: "Journalisten in Kriegs- und Krisenregionen berichten von Not, Elend und Gewalt. Ohne ihre Arbeit, ihren Mut und ihr Engagement wäre unser Bild von der Welt unvollständig. Mit dem Tod von Anja Niedringhaus hat die Welt eine bedeutende 'Augen-Zeugin' verloren. (...) Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen und Freunden von Anja Niedringhaus und bei ihrer verletzten Kollegin."

 

"Bilderkrieger: Von jenen, die ausziehen, uns die Augen zu öffnen - Kriegsfotografen erzählen. In dem lesenswerten Buch findet man ein bewegendes Interview mit Anja Niedringhaus.

Wie aktuell ist Schwarzweiß? Zu diesem Thema befragte das Magazin ProfiFoto im neuen Heft auch Michael Ebert

Schwarzweiß sehen

Digitalfotografie ist bunt. Meistens jedenfalls. Die überwiegende Mehrzahl der digitalen Bilderflut ist farbig fotografiert. Es gibt aber auch Ausnahmen, denn nach wie vor setzen einige Fotografen wie zu den Anfangszeiten auf die monochrome Seiten des Mediums, die auch im Verlaufe der 175jährigen Geschichte nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat. Was macht die Faszination Schwarzweiß aus?

Nachzulesen hier

Neues Buch von Sandra Abend und Michael Ebert

Fotografieren für Kinder

Am 30. April erscheint im Heidelberger d-punkt Verlag "Fotografieren für Kinder: Kinder entdecken die Welt der Fotografie und wie man die Welt fotografiert". Es handelt sich um eine stark erweiterte zweite Auflage unsers Buches "Fotoworkshop für Kinder". Das Buch soll Kinder schnell und kurzweilig in das Medium Fotografie einführen. Kompakt werden die neuen fotografischen Verfahren vermittelt. Dabei wird Technik grundsätzlich als Mittel zum Zweck erklärt. Im Vordergrund steht, die Kinder mit den wesentlichen Elementen der kreativen Bildgestaltung vertraut zu machen und ihnen einen sinnlichen, erlebnisorientierten Zugang in eine faszinierende Welt zu eröffnen. Für die zweite Auflage wurden sowohl bestehende Kapitel erweitert als auch neue Kapitel hinzugefügt. Neu sind beispielsweise Kapitel über Motivprogramme, das Fotografieren von Landschaften oder von Kindern in Verkleidung. Alter: 8 bis 14 Jahre.

Wettbewerb für Pressefotos und Karikaturen

30 Jahre Rückblende

Die Rückblende ist entschieden und der Spiegel berichtet. Die Rückblende ist als gemeinsamer Wettbewerb für politische Fotografie und Karikatur einzigartig in Deutschland. Veranstalter der 30. Rückblende sind die Landesvertretung Rheinland-Pfalz und der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger in Kooperation mit der Bundespressekonferenz. Michael Ebert ist seit 2012 in der Jury der Rückblende.

Dieses Bild von Marko Priske bekam den 1. Preis.

Fotografische Geschichtsvermittlung für Kinder und Jugendliche

Bilder machen Bilder

In der Ausgabe September 2014 der Zeitschrift "medienconcret, Digitale Kreativität – Kulturelle Bildung mit Medien" schreiben Sandra Abend und Michael Ebert über ihre Perspektiven auf die Geschichtsvermittlung mit und über das Medium Fotografie.

Tagung der DGPh in Berlin

175 Jahre Fotografie II

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie veranstaltet vom 6. bis 8. März 2014 im Auditorium der Berlinischen Galerie eine internationale Tagung zum 175-jährigen Jubiläum der Fotografie. Vorstandsmitglied Michael Ebert organisiert und moderiert mit. Er steuerte auch das fotografische Leitmotiv bei. Um die Perfektion moderner bildgebender Verfahren zu symbolisieren wurde das Foto „175 Jahre Photographie“ nicht mit einer Kamera, sondern mit einem Hochleistungsscanner erstellt. Die Originaldatei ist über 800 MB groß und misst 14400x20400 Pixel.

Ausschnittvergrößerung I
Ausschnittvergrößerung II
Ausschnittvergrößerung III

Zum Thema "175 Jahre Fotografie" fragte das Magazin ProfiFoto auch Michael Ebert

175 Jahre Fotografie I

175 Jahre auf den Punkt gebracht: Welches Ereignis, welches Foto oder welche technische Errungenschaft ist für sie das herausragenste Element in 175 Jahren Fotografie?
Es ist sehr schwer einzelnes herausstellen. Der Siegeszug der Fotografie wurde von so vielen Menschen vorangetrieben. Alleine ihre Erfindung hat mindesten drei Väter: Niepce, Daguerre und Talbot. Errungenschaften wie das Kollodiumverfahren, die Trockenplatte und der Kodak-Film sind ebensolche Meilensteine wie Barnacks Leica und natürlich die digitale Fotografie. Der Halbtondruck hat die Fotografie zum Massenmedium gemacht. Alles ist verzahnt und ohne das andere nicht denkbar. Technische Fortschritte haben Fotografen inspiriert und deren Bilder die Techniker. Das Einzigartige ist die Gesamtheit des Ganzen, der Kosmos Fotografie.

Ikonen: Welche Fotografen sehen sie als stilgebend für die jeweiligen Epochen an oder anders gefragt, welche Fotos haben Sie am meisten inspiriert und beeinflusst?
Das waren wirklich viele Faktoren. Die Wichtigsten: Die wunderbar narrativen Bilder von Hill & Adamson aus der Anfangszeit. Brady, Gardner und die anderen Fotografen des amerikanischen Bürgerkrieges für ihre fotojournalistische Pionierleistung. Jacques Henri Lartigue für seine liebende Leichtigkeit. Alfred Stieglitz, der mit der Straight-Photography das Medium emanzipiert hat. Die sozialdokumentarischen Bilder der FSA und ihrer Vorgänger Louis Hine und Jacob Riis. Die Großen der „Photographie humaniste“ wie Martin Munkacsi und Robert Capa. Die Macher von LIFE dafür, dass sie der Fotografie 40 Jahre lang ein unvergleichliches Forum gegeben haben. Eugene Smith mit seinen Foto-Essays wie Spain Village. Robert Frank, der in „Die Amerikaner“ die subjektive Dokumentarfotografie definiert hat. Aber auch Frank hatte Inspirationen, beispielsweise Louis Faurer. Diane Arbus, deren Bilder so stark waren, dass sie daran verzweifelte. All die mutigen Reporter des Vietnamkrieges, die zu oft ihre Bilder mit dem Leben bezahlt haben, so wie Henri Huet und Larry Burrows. Magnum als Gesamtkunstwerk und, last but not least Weege für sein ungeschminktes Bild einer düsteren Zeit.

Von der ersten Emulsion bis zum High-End-Sensor: Auf welche Fotoprodukte könnten Sie auf keinen Fall verzichten?
Auf eine hochwertige Kamera, die genau das tut was ich will und wann ich es will.

Ein Ausblick auf die nächsten 25 Jahre: Quo vadis Fotografie? Was sind die Trends der Zukunft?
„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ Das gilt in einer Zeit der rasanten Veränderungen ganz besonders für die Fotografie. Sicher ist nur, dass die Menschen nie die Lust daran verlieren werden ihr Leben und ihre Welt in Bildern festzuhalten. Bestimmt wird die Lichtfeldfotografie neue Perspektiven eröffnen. Kurzfristig werden die Welten immer mehr zusammenwachsen. Die „Nur-Kamera“ wird die Ausnahme sein. Multifunktionale Geräte werden dominieren und vielleicht werden wir irgendwann gar keine Kamera mehr brauchen, sondern können unsere Bilder direkt aus dem Gehirn auslesen.

Über den Einsatz von Fotos in der Unternehmens-Kommunikation

Studie der Hochschule Magdeburg

Bilder in der Unternehmenskommunikation müssen authentisch und glaubwürdig sein. Das ist das klare Ergebnis einer Studie der Hochschule Magdeburg-Stendal. Knapp zwei Drittel der Teilnehmer setzten diese Begriffe auf die beiden ersten Plätze der Qualitätsrangliste. Allzu perfekte, werbeähnliche Aufnahmen haben bei ihnen keine Chance. Dieses Merkmal steht bei über 80 Prozent auf den letzten Plätzen. Gemeinsam mit Partner vor-ort-foto.de führten Studierende des Studienganges Bildjournalismus die erste großangelegte Studie zur Verwendung von Fotos in der Unternehmenskommunikation durch. Unter der Gesamtleitung von Michael Ebert wurden die Antworten von über 400 Firmen aller Branchen ausgewertet. Die Ergebnisse wurden unter anderem in den Magazinen „Der Pressesprecher“ und „ProfiFoto“ veröffentlicht. Fazit: Besser authentisch und glaubwürdig als perfekt und gelackt. Die ganze Studie kann man hier herunterladen.

Studierende aus dem II. Semesters des Studiengangs Bildjournalismus haben die Studie realisiert. Andre Sommerfeld (l), Gesa Sophie Marth (m), Benedikt Fürstenau (r) mit ihren Dozenten Michael Ebert (2l) und Rainer Hotz (2r).

Foto: Lukas Schulze

Ebert fotografiert deutsches Paralympic Ski Team

On Location

Was einem Fotografen im realen Berufsleben so alles passiert, und wie digitale Postproduktion alles retten kann, das hat Michael Eberts Top-Kunde Neumann & Müller in einem dramatischen Making-of eindrucksvoll dokumentiert. Viel Spaß!

Foto: Müller

Michael Ebert testet die Samsung Galaxy NX

Die voll vernetzte Kamera

Foto: Samsung

Samsung bringt mit der GALAXY NX die erste Kamera mit voller Konnektivität auf den Markt. Michael Ebert durfte sie für das Magazin Profi Photo testen. 

Organisationen

Agentur

Projekte

smart as photography – Wucht des Wandels

DGPh-Tagung zur Photographie mit dem Smartphone

3. -5. November 2016 in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Workshops

FOTO FACTORY ‐ FOTOWORKSHOP FÜR JUNGE LEUTE

Wir stellen heute mit der Kamera nach, was früher Realität war. Workshops in Hilden und anderswo. Mehr... 

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